Alle Spieler einer Mannschaft tragen dieselbe Farbe. Für Unterziehhosen gilt eine eigene Regel, orientiert an der Hauptfarbe der Hose. Regionale Verbände wie der HFV lassen bei Kälte gewisse Ausnahmen zu, solange die Mannschaften klar unterscheidbar bleiben.
Kurz gesagt:
- Die Unterziehshirts müssen entweder einfarbig in der gleichen Farbe wie die Ärmel sein oder exakt das gleiche Muster aufweisen, um Regeln zu entsprechen.
- Die Hosenregel fällt auf, da sie nur die Hauptfarbe der Spielhose oder des Saums, nicht der Ärmel, berücksichtigt.
- Bei Kälte erlauben regionale Verbände Ausnahmen, solange die Sichtbarkeit der Trikotfarbe gewährleistet bleibt und die Mannschaft einheitlich bleibt.
- Schiedsrichter kontrollieren die Ausrüstung vor Spielbeginn, wobei falsche Unterziehfarben sofort korrigiert werden müssen.
- Vereine sollten die Farben der Unterziehshirts im Vorfeld einheitlich festlegen und frühzeitig Bestellungen sowie Pflege der Kleidung planen.
Inhaltsverzeichnis
- Was sagt die offizielle Unterziehshirt Farbregel des DFB?
- Wann gilt Kälteschutz vor Unterscheidbarkeit?
- Wie kontrolliert der Schiedsrichter die Ausrüstung?
- So bestellt Ihr Verein regelkonforme Unterziehshirts
- Warum die Farbregel mehr Sinn macht, als sie zunächst wirkt
- Regelkonforme Ausrüstung direkt bei Sportswear-nord bestellen
- Quellen
Was sagt die offizielle Unterziehshirt Farbregel des DFB?
Die Grundlage liefert Regel 4 der DFB-Fußballregeln, und der Wortlaut lässt wenig Interpretationsspielraum. Ein Unterziehshirt darf nur zwei Zustände erfüllen: entweder ist es komplett einfarbig und entspricht der Hauptfarbe der Trikotärmel, oder es zeigt exakt dasselbe Muster und dieselben Farben wie die Ärmel selbst. Ein Streifentrikot mit blau-weißen Ärmeln erlaubt also entweder ein reines Blau oder ein reines Weiß darunter, aber kein Grau, kein Schwarz und schon gar kein auffälliges Orange.
Für Unterziehhosen gilt eine andere Messlatte. Hier zählt nicht der Ärmel, sondern die Hauptfarbe der Spielerhose oder des untersten Hosenteils. Wer also eine schwarze Hose mit weißem Saum trägt, kann die Leggings meist in Schwarz oder Weiß wählen. Diese Unterscheidung zwischen Shirt-Regel und Hosen-Regel wird in der Praxis häufig übersehen, gerade von jüngeren Spielern, die einfach das nehmen, was im Kleiderschrank liegt.
Ein Punkt wiegt schwerer, als viele Vereine glauben: die Einheitlichkeit im Team. Es reicht nicht, dass jeder Spieler für sich genommen regelkonform gekleidet ist. Die ganze Mannschaft muss dieselbe Unterziehfarbe tragen. Zehn Spieler in Weiß und einer in Schwarz, das geht nicht, selbst wenn beide Farben theoretisch zu den Trikotärmeln passen würden.

Bei mehrfarbigen Ärmeln, etwa bei Ringel- oder Blockdesigns, erlaubt die Regel eine Auswahl aus den vorhandenen Farben, doch Auslegungstexte des BSA Nord machen klar: Die Mannschaft entscheidet sich für eine Variante und zieht sie geschlossen durch. Auch internationale Interpretationen bestätigen diese Linie, sie deckt sich mit der UEFA-Praxis.
Zusammengefasst prüft ein Schiedsrichter im Grunde drei Dinge:
- Trägt der Spieler eine einfarbige Unterziehfarbe passend zur Ärmelfarbe oder exakt das Ärmelmuster?
- Ist die gewählte Farbe bei allen Spielern der Mannschaft identisch?
- Entspricht eine getragene Unterziehhose der Hauptfarbe der Spielhose oder ihres Saums?
Wann gilt Kälteschutz vor Unterscheidbarkeit?
Bei eisigen Temperaturen wird die strikte Farbregel in der Praxis gelockert, allerdings nicht bundesweit einheitlich. Regionale Durchführungsbestimmungen, etwa im hessischen Verbandsbereich, erlauben Abweichungen zum Kälteschutz, solange das Trikot selbst über der Schutzkleidung sichtbar bleibt und die Mannschaften weiterhin klar unterscheidbar sind. Genau das ist der Kern des Prinzips „Kälteschutz vor Unterscheidbarkeit“, wie es die Textilordnung beschreibt.
Wichtig zu wissen: Als grobe Orientierung nennen manche Verbandsquellen eine Temperaturgrenze um +10 °C, ab der Kälteschutzkleidung überhaupt zum Thema wird. Das ist keine bundesweit festgeschriebene Zahl, sondern eine regionale Praxiserfahrung, die von Verband zu Verband variiert.
In der Praxis heißt das für Jugend- und Amateurspiele: Ein Schiedsrichter kann bei klarer Kälte großzügiger entscheiden, muss es aber nicht. Die Ausnahme ist situativ, nicht automatisch. Erklärtexte für Schiedsrichter warnen ausdrücklich davor, aus einzelnen Kulanzfällen eine dauerhafte Regelaufhebung abzuleiten. Wer im November mit bunten Unterziehshirts aufläuft und beim letzten Spiel keine Beanstandung erlebt hat, sollte nicht davon ausgehen, dass das im März genauso läuft.
Die entscheidenden Punkte zur Ausnahme in Kürze:
- Regionale Verbände dürfen bei Kälte abweichen, der DFB-Bundestext bleibt aber die Referenz.
- Die Trikotfarbe selbst muss über der Schutzkleidung erkennbar bleiben.
- Die Entscheidung liegt am Ende beim Schiedsrichter vor Ort, nicht bei einer festen Tabelle.
Wie kontrolliert der Schiedsrichter die Ausrüstung?
Vor Spielbeginn nimmt der Schiedsrichter die Ausrüstung beider Mannschaften in Augenschein, und die Unterziehshirts gehören selbstverständlich dazu. Die Regelauslegungen des BSA Nord beschreiben den Ablauf bei einem Mangel ziemlich eindeutig.
- Der Schiedsrichter erkennt eine falsche Unterziehfarbe bei der Ausrüstungskontrolle oder während des Spiels.
- Der betroffene Spieler darf nicht am Spiel teilnehmen, bis der Mangel behoben ist.
- Der Spielbeginn wird dafür nicht verzögert, der Spieler wechselt außerhalb des Feldes und kehrt korrekt gekleidet zurück.
- Bei wiederholten oder auffälligen Verstößen kann der Vorfall im Spielbericht vermerkt werden.
Profi-Tipp: Halte für den Notfall ein Satz einfarbige Ersatzleibchen in der Vereinstasche bereit. Das kostet fast nichts und rettet zuverlässig die Situation, wenn ein Nachwuchsspieler mit dem falschen Shirt zur Kabine kommt.
Diese Regel betrifft übrigens auch Aufdrucke. Ein Schiedsrichter, der einen auffälligen Aufdruck bemerkt, muss das melden.

So bestellt Ihr Verein regelkonforme Unterziehshirts
Die größte Fehlerquelle liegt selten in der Regel selbst, sondern in der Bestellung. Wer die Hauptfarbe der Trikotärmel nicht eindeutig bestimmt, bevor die Mannschaftsbestellung rausgeht, bekommt am Ende zehn verschiedene Interpretationen von „Blau“.
- Prüfen Sie die Ärmelfarbe am Original-Trikot, nicht am Foto im Katalog, Farbtöne wirken auf Bildschirmen oft anders.
- Bestellen Sie für die ganze Mannschaft aus derselben Chargen, unterschiedliche Lieferchargen können minimal abweichende Farbtöne haben.
- Planen Sie eine Reserve von etwa 10 % zusätzlicher Größen ein, damit Nachbestellungen später farblich zur ersten Lieferung passen.
- Waschen Sie neue Shirts vor dem ersten Einsatz einmal durch, leichte Farbnuancen durch die Pflege sind normal und meist kein Problem für die Unterscheidbarkeit.
Bei Trikots mit mehreren möglichen Ärmelfarben, etwa Ringeldesigns, sollte die Trainerbank die Entscheidung schriftlich festhalten und an alle Spieler kommunizieren. Das klingt nach unnötiger Bürokratie, verhindert aber genau die Diskussion in der Kabine zehn Minuten vor Anpfiff, wenn zwei Spieler unterschiedliche Farben mitgebracht haben.
Profi-Tipp: Legen Sie eine feste Checkliste für den Spieltag an: Ein Betreuer prüft vor dem Aufwärmen kurz die Unterziehshirts der Startelf und der Ersatzbank. Fünf Minuten Kontrolle sparen später eine hitzige Diskussion mit dem Schiedsrichter.
Warum die Farbregel mehr Sinn macht, als sie zunächst wirkt
Aus Händlersicht erlebt man beide Seiten der Debatte ziemlich regelmäßig. Spieler empfinden die Farbregel oft als übertrieben streng, gerade wenn ein Lieblings-Unterziehshirt in der falschen Farbe zuhause liegt. Schiedsrichter wiederum sehen in schnellen Spielszenen, wie schwer es wird, Mannschaften zu unterscheiden, wenn Unterziehkleidung querbeet in allen Farben getragen wird. Beide Perspektiven sind berechtigt, und die Regel versucht genau diesen Konflikt zu lösen, nicht Spieler zu ärgern.
In der täglichen Beratung mit Vereinen tauchen fast immer dieselben Fragen auf: Welche Farbe passt zu unserem neuen Auswärtstrikot? Reicht eine Nachbestellung in drei Monaten farblich? Was, wenn zwei Spieler eigenständig unterschiedliche Farben gekauft haben? Genau hier hilft eine klare Absprache im Team, bevor die erste Bestellung raus geht, viel mehr als jede nachträgliche Diskussion am Spielfeldrand.
— sportswear
Regelkonforme Ausrüstung direkt bei Sportswear-nord bestellen
Es gibt Anbieter, die Vereine dabei unterstützen, dass die Unterziehshirt-Farben einheitlich sind und nicht erst am Spieltag Probleme entstehen. Teams sollten einheitliche Farben passend zur Ärmelfarbe des Trikots wählen, oft inklusive Individualisierung wie Vereinslogos und Rückennummern.

Sortimente für Teamsportausrüstung umfassen häufig Unterziehshirts, Trikotsätze und Größenplanung, abgestimmt auf Mannschaftsstärke und Reserve. Vereine können sich bei Fragen zur Farbwahl oder Individualisierung beraten lassen, wobei Angebote oft auch kleine Teams berücksichtigen. Wer jetzt für die neue Saison plant, schaut sich am besten die Kategorie Fußball an und klärt offene Fragen zur Mannschaftsbestellung direkt über die Sportswear-nord Startseite. Auch Vereine mit anderen Mannschaftssportarten wie Handball finden dort passende Lösungen für einheitliche Teamausstattung.
Quellen
Wer die Regel im Original nachlesen will, findet die verbindliche Fassung in den DFB Fußballregeln 2023/24. Praxisnahe Auslegungen für Schiedsrichter liefert der BSA Nord, regionale Kälteschutzbestimmungen erklärt die Textilordnung. Vor Saisonbeginn lohnt sich immer ein kurzer Blick, ob der eigene Landesverband zusätzliche Durchführungsbestimmungen veröffentlicht hat, denn diese können sich von Saison zu Saison leicht ändern.
- DFB Fußballregeln 2023/24
- Regelauslegungen - BSA Nord
- Textilordnung (Kälteschutz)
- Outfit‑Regel: Lieber bunt als erfrieren :: Schiedsrichter*in
