Für Alltag und Radfahren reicht eine Wassersäule im niedrigeren bis mittleren Bereich. Wer mehrstündige Touren mit Rucksack plant, sollte eine höhere Wassersäule wählen. Alpine Hardshells sind für besonders hohe Werte ausgelegt. Die Wassersäule gibt in einer einzigen Zahl an, welchem hydrostatischen Druck ein Jackenmaterial standhält, bevor Wasser eindringt.
Aber: Die Zahl allein entscheidet nicht darüber, ob du trocken bleibst. Getapte Nähte, wasserdichte Reißverschlüsse und eine intakte Außenimprägnierung (DWR) sind in der Praxis oft wichtiger als ein paar tausend Millimeter mehr auf dem Etikett.
Schnelle Orientierung nach Einsatzzweck:
- Alltagsjacke / Stadtspaziergang: 5.000–10.000 mm
- Pendeln / Radfahren: 10.000 mm aufwärts
- Wandern mit Rucksack: 10.000–20.000 mm
- Hardshell / alpine Touren: 20.000 mm oder mehr
- Regenhosen / Knien: 15.000 mm aufwärts
| Einsatzgebiet | Empfohlene Wassersäule | Wichtigster Kompromiss |
|---|---|---|
| Alltag / Stadt | 5.000–10.000 mm | Tragekomfort vs. Dichtigkeit |
| Pendeln / Rad | 10.000 mm+ | Atmungsaktivität bei Anstrengung |
| Wandern / Tagestouren | 10.000–20.000 mm | Rucksackdruck, Nahtqualität |
| Hardshell / Alpin | 20.000 mm+ | Gewicht vs. maximale Dichtigkeit |
| Regenhosen / Knien | 15.000 mm+ | Druckbelastung beim Knien |
Profi-Tipp: Eine Jacke mit mittlerer Wassersäule und gepflegter DWR-Beschichtung schützt im Regen oft besser als eine Jacke mit höherer Wassersäule und verbrauchter Imprägnierung. Reaktiviere die Abperleigenschaft regelmäßig per Trockner, bevor du zur nächsten Jacke greifst.

Inhaltsverzeichnis
- Was misst die Wassersäule bei einer Regenjacke genau?
- Wie wird die Wassersäule im Labor gemessen?
- Welche Wassersäule passt zu welchem Einsatz?
- Wie hängen Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität zusammen?
- Membran oder Beschichtung, und was bedeutet der Lagenaufbau?
- DWR und Pflege: So bleibt die Jacke lange funktionsfähig
- Wie aussagekräftig ist die Wassersäule wirklich?
- Was Vereine und Teams beim Kauf beachten sollten
- Wichtige Erkenntnisse
- Redaktionelle Einschätzung: Was wirklich zählt
- Sportswear-nord: Ausrüstung für Vereine und Mannschaften
- Weiterführende Quellen und Normen
Was misst die Wassersäule bei einer Regenjacke genau?
Die Wassersäule beschreibt den hydrostatischen Druck, den ein Textil aushält, bevor Wasser hindurchdringt. Der Wert wird in Millimetern angegeben: 10.000 mm entsprechen etwa 10 Metern Wassersäule, was ungefähr 1 bar Druck entspricht. Stell dir einen Zylinder vor, der senkrecht auf dem Stoff steht und langsam mit Wasser gefüllt wird. Die Höhe des Wassers in dem Moment, in dem der erste Tropfen durchsickert, ergibt den Messwert.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen wasserdicht und wasserabweisend. Eine wasserdichte Jacke lässt bei sachgemäßer Verarbeitung kein Wasser durch das Material. Eine wasserabweisende Jacke hält kurze Schauer ab, gibt aber bei längerem Kontakt oder Druck nach. Die Wassersäule allein sagt dabei nichts über Nähte, Reißverschlüsse oder die Außenimprägnierung aus.
Kernpunkt: Die Wassersäule misst ausschließlich das Material selbst unter statischem Labordruck. Ob eine Jacke in der Praxis dicht bleibt, hängt zusätzlich von Nähten, Reißverschlüssen und der DWR-Beschichtung ab. Eine hohe mm-Zahl ist kein Freifahrtschein.
Laut europäischer Norm gilt ein Material ab einem bestimmten Mindestwert als wasserdicht. Für ernsthafte Outdoor-Bedingungen ist das kaum ausreichend. Wer bei Dauerregen trocken bleiben will, braucht deutlich mehr Reserve.
Wie wird die Wassersäule im Labor gemessen?
Die Messung erfolgt per hydrostatischem Drucktest, oft als Suter-Test bezeichnet. Der Ablauf ist standardisiert:
- Ein Gewebestück wird waagerecht eingespannt und von unten oder oben mit Wasser unter steigendem Druck beaufschlagt.
- Der Druck steigt gleichmäßig an, bis Wasser durch das Material dringt.
- Beim dritten durchtropfenden Tropfen wird der aktuelle Druckwert abgelesen und als Wassersäule notiert.
- Dieser Wert in Millimetern ist der offizielle Messwert des Herstellers.
Die relevante europäische Norm ist die EN ISO 811. Sie legt fest, wie der Test durchzuführen ist und ab welchem Wert ein Material als wasserdicht gilt. Unterschiedliche Prüfinstitute können dabei zu leicht abweichenden Ergebnissen kommen. Die EMPA beispielsweise gilt als strenger und setzt niedrigere Mindestwerte als manche Herstellerangaben.
Was der Test nicht abbildet: Im Labor liegt das Material flach und ruhig. In der Praxis bewegt sich die Jacke, ein Rucksack drückt auf Schultern und Rücken, Knie pressen auf nassen Boden. Diese dynamischen Belastungen übersteigen den statischen Labordruck an bestimmten Punkten deutlich. Deswegen ist die Laborangabe ein Vergleichswert, kein Versprechen für jede Situation.
Herstellerangaben entstehen unter kontrollierten Bedingungen mit frischem, ungetragenem Material. Nach mehreren Wäschen und Einsätzen sinkt die tatsächliche Leistung, wenn die DWR-Beschichtung nachlässt. Das erklärt, warum Pflege so entscheidend ist.
Welche Wassersäule passt zu welchem Einsatz?
Konkrete Empfehlungen nach Nutzung sind das Herzstück jeder guten Kaufberatung. Die Orientierungswerte aus Fachmagazinen und Herstellerempfehlungen sind dabei weitgehend einheitlich.
Alltag und Stadtverkehr (5.000–10.000 mm)
Für den Weg zur Arbeit, kurze Einkäufe oder Spaziergänge bei wechselhaftem Wetter reicht dieser Bereich. Bei längerem Starkregen oder wenn ein Rucksack Druck auf den Rücken ausübt, stößt eine 5.000-mm-Jacke schneller an ihre Grenzen. Wer täglich draußen ist, sollte eher die obere Grenze anpeilen.
Pendeln und Radfahren (10.000 mm aufwärts)
Radfahrer erzeugen durch Körperbewegung und Fahrtwind zusätzlichen Druck auf das Material. Eine Jacke mit 10.000 mm hält auch bei längeren Fahrten im Regen zuverlässig dicht. Wer täglich mit dem Fahrrad pendelt oder bei schlechtem Wetter schnell fährt, profitiert von einer höheren Wassersäule als Reserve.

Wandern mit Rucksack (10.000–20.000 mm)
Rucksackgurte erzeugen lokal zusätzlichen Druck auf Schultern und Rücken. Deshalb empfehlen Fachmagazine für mehrstündige Touren eine entsprechend hohe Wassersäule, um höhere Belastungen und wechselnde Wetterbedingungen abzudecken. Eine Wanderjacke mit 20.000 mm Wassersäule und 20.000 MVTR Atmungsaktivität, wie sie etwa Schöffel für alpine Einsätze verbaut, deckt diesen Bereich gut ab.
Hardshell und alpine Touren (20.000 mm oder mehr)
Für alpine Bedingungen, Mehrtagestouren oder Skitouren ist eine Wassersäule von 20.000 mm empfehlenswert. Hier kommen Membranen wie Gore-Tex ins Spiel, die nicht nur hohe Wasserdichtigkeit bieten, sondern auch unter extremen Bedingungen atmungsaktiv bleiben. Ohne vollständig getapte Nähte nützt aber auch die beste Membran wenig.
Regenhosen und Knien (15.000 mm aufwärts)
Knien auf nassem Boden erzeugt lokal höheren Druck auf das Material. Für Regenhosen gilt deshalb ein höherer Mindestwert als für Jacken.
| Einsatzgebiet | Wassersäule (mm) | Atmungsaktivität | Verarbeitung | Pflegebedarf |
|---|---|---|---|---|
| Alltag / Stadt | 5.000–10.000 | niedrig bis mittel | 2-Lagen, einfache Nähte | gering |
| Pendeln / Rad | 10.000–15.000 | mittel | 2/2.5-Lagen, getapte Nähte | mittel |
| Wandern / Tagestouren | 10.000–20.000 | hoch (RET < 13) | 2.5/3-Lagen, vollständig getapt | regelmäßig |
| Hardshell / Alpin | 20.000+ | sehr hoch (RET < 6) | 3-Lagen, vollständig getapt, wasserdichte Reißverschlüsse | intensiv |
| Regenhosen / Knien | 15.000+ | mittel bis hoch | vollständig getapte Nähte | regelmäßig |
Wie hängen Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität zusammen?
Eine hohe Wassersäule und gute Atmungsaktivität schließen sich nicht grundsätzlich aus, aber sie stehen in einem Spannungsverhältnis. Mehr Wasserdichtigkeit bedeutet oft eine dichter gewebte oder stärker beschichtete Membran, die auch Wasserdampf schlechter durchlässt.
RET und MVTR: die zwei Maßzahlen für Atmungsaktivität
- MVTR (Moisture Vapour Transmission Rate) gibt an, wie viel Gramm Wasserdampf pro Quadratmeter und 24 Stunden durch das Material entweichen. Richtwerte: 5.000 g/m²/24h für Alltagsnutzung, 10.000 g/m²/24h für sportliche Aktivität, 15.000 g/m²/24h und mehr für intensive Belastung.
- RET (Resistance to Evaporative Transfer) misst den Widerstand gegen Dampfdurchgang. Je niedriger der RET-Wert, desto atmungsaktiver die Jacke. Unter 6 gilt als sehr gut, unter 13 als gut, über 20 als wenig atmungsaktiv.
Für aktive Sportler ist die Atmungsaktivität oft wichtiger als eine extrem hohe Wassersäule. Wer beim Wandern oder Laufen stark schwitzt, wird in einer Jacke mit 30.000 mm, aber schlechtem RET-Wert schnell feucht von innen. Das Ergebnis fühlt sich genauso unangenehm an wie Regen von außen.
Für Sportler gilt: Priorisiere MVTR und RET gegenüber einer extrem hohen Wassersäule. Eine Jacke mit 15.000 mm und RET unter 10 schützt beim Berganstieg besser als eine mit 28.000 mm und RET über 20.
Gore-Tex-Membranen sind dafür bekannt, dass sie beides gut kombinieren: hohe Wasserdichtigkeit bei gleichzeitig guter Dampfdurchlässigkeit. Das erklärt den Preisaufschlag. Günstigere Beschichtungen erreichen ähnliche Wassersäulenwerte, schneiden beim RET aber oft schlechter ab.
Membran oder Beschichtung, und was bedeutet der Lagenaufbau?
Der Unterschied zwischen einer laminierten Membran und einer beschichteten Lösung ist für die Langlebigkeit entscheidend.

Membran vs. Beschichtung
Eine laminierte Membran wie Gore-Tex oder Vaudes Ceplex-Membran ist ein eigenständiges, mikroporöses Material, das direkt mit dem Außenstoff verbunden wird. Sie ist robuster, hält länger und bietet bei gleicher Wassersäule meist bessere Atmungsaktivität als eine Beschichtung. Eine Beschichtung (Coating) wird direkt auf das Gewebe aufgetragen. Sie ist günstiger in der Herstellung, aber anfälliger für Abrieb und verliert mit der Zeit an Leistung.
Faustregel: Für gelegentliche Nutzung reicht eine beschichtete Jacke. Wer die Jacke regelmäßig und unter Belastung trägt, ist mit einer Membran langfristig besser bedient.
2-Lagen, 2.5-Lagen, 3-Lagen: Was steckt dahinter?
| Aufbau | Aufbau-Beschreibung | Typischer Einsatz | Verarbeitungsdetails |
|---|---|---|---|
| 2-Lagen | Außenstoff + Membran, loses Innenfutter | Alltag, leichte Touren | leichter, weicher Griff |
| 2.5-Lagen | Außenstoff + Membran + aufgedrucktes Muster statt Futter | Ultraleicht, Rucksackreisen | leicht, kompakt, kein Innenfutter |
| 3-Lagen | Außenstoff + Membran + Innenstoff fest laminiert | Hardshell, alpine Einsätze | robust, kein Futter nötig, langlebig |
Die 3-Lagen-Konstruktion ist die robusteste Lösung für ernsthafte Einsätze. Kein loses Innenfutter, das sich aufbauscht oder Feuchtigkeit speichert. Dafür ist sie schwerer und teurer.
Verarbeitungsdetails, die wirklich zählen
Vollständig getapte Nähte sind das wichtigste Verarbeitungsmerkmal überhaupt. Jede Naht ist eine potenzielle Schwachstelle. Nur wenn alle Nähte mit Dichtungsband versiegelt sind, bleibt die Jacke auch an Schultern, Ärmeln und Kapuze dicht. Wasserdichte Reißverschlüsse und eine gut sitzende Kapuze mit Schirmkante sind weitere Punkte, die den Unterschied machen. Eine Kapuze ohne Volumenregulierung rutscht bei Wind weg und lässt Regen ins Gesicht.
DWR und Pflege: So bleibt die Jacke lange funktionsfähig
Die DWR-Beschichtung (Durable Water Repellent) ist die äußere Imprägnierung, die dafür sorgt, dass Wasser auf der Jackenoberfläche abperlt. Sie schützt die Membran davor, sich vollzusaugen, und erhält die Atmungsaktivität. Schmutz und Schweiß bauen die DWR-Wirkung ab. Reaktivierung durch Wärme kann die Abperleigenschaft oft wiederherstellen, ohne dass eine neue Imprägnierung nötig ist.
Schritt-für-Schritt-Pflege:
- Waschen: Jacke mit einem Funktionswaschmittel (z. B. Nikwax Tech Wash) bei 30 °C im Schonwaschgang waschen. Kein normales Waschmittel, da Rückstände die DWR-Wirkung beeinträchtigen.
- Reaktivieren: Jacke nach dem Waschen für etwa 30 Minuten in den Trockner geben oder mit einem Bügeleisen auf niedriger Stufe (mit Tuch dazwischen) behandeln. Wärme reaktiviert die DWR-Moleküle.
- Abperltest: Ein paar Tropfen Wasser auf die Jacke geben. Perlen sie ab, ist die DWR noch aktiv. Zieht das Wasser in den Stoff ein, ist Nachimprägnieren fällig.
- Nachimprägnieren per Spray: Jacke waschen, Spray gleichmäßig auftragen, einwirken lassen, überschüssiges Mittel entfernen, mit Wärme aktivieren.
- Nachimprägnieren per Einwasch: Imprägniermittel in die Waschmaschine geben, Waschgang durchlaufen lassen, anschließend mit Wärme aktivieren.
Bei porenlosen Membranen wie Sympatex oder Dermizax ist die Sprühvariante die sicherere Wahl. Einwasch-Imprägnierungen können bei diesen Membranen eine wasserabweisende Schicht auf der Innenseite bilden und die Atmungsaktivität einschränken. Bei PTFE-Membranen wie Gore-Tex ist Wash-in in der Regel möglich, aber auch hier lohnt ein Blick auf die Herstellerhinweise. Vaude empfiehlt für seine Jacken beispielsweise einen Flüssigwaschmittel-Schonwaschgang bei 30 °C und anschließendes Trocknen zur Reaktivierung.
Profi-Tipp: Für Teams und Vereine lohnt es sich, nach jeweils drei bis vier Wäschen eine Reaktivierung einzuplanen. Wer das als feste Routine einführt, verlängert die Lebensdauer der Jacken deutlich und spart langfristig Kosten für Neuanschaffungen.
Wie aussagekräftig ist die Wassersäule wirklich?
Die Wassersäule ist oft überschätzt. Redaktionelle Prüfungen betonen, dass Imprägnierung und Verarbeitung für die Alltagstauglichkeit entscheidend sind, nicht die reine mm-Zahl. Eine Jacke mit 28.000 mm, aber ohne getapte Nähte und mit verbrauchter DWR, ist im Dauerregen schlechter als eine 10.000-mm-Jacke mit vollständig versiegelten Nähten und frischer Imprägnierung.
Was Produktseiten oft verschweigen: Eine hohe Wassersäule ohne Angaben zu Nahtverarbeitung, Reißverschlussqualität und Atmungsaktivität ist ein Marketingversprechen, kein Qualitätsmerkmal. Wer nur die mm-Zahl vergleicht, kauft die Katze im Sack.
Fünf Fragen, die jede Produktseite beantworten sollte:
- Sind alle Nähte vollständig getapt (nicht nur kritische Nähte)?
- Welcher Lagenaufbau (2/2.5/3-Lagen) und welche Membran oder Beschichtung?
- Welche Atmungsaktivität (MVTR in g/m²/24h oder RET-Wert)?
- Sind die Reißverschlüsse wasserdicht versiegelt?
- Gibt es Pflegehinweise und Angaben zum Prüfstandard (EN ISO 811)?
Fehlen diese Angaben, ist Vorsicht geboten. Formulierungen wie „wasserdicht“ ohne Zahlenwert oder Testreferenz sind nichtssagend. Auch extrem hohe mm-Angaben ohne Hinweis auf Nähte und Atmungsaktivität sollten skeptisch machen. Die Norm EN ISO 811 ist der relevante europäische Standard für den hydrostatischen Drucktest. Steht sie nicht auf der Produktseite, lässt sich der Messwert nicht einordnen.
Was Vereine und Teams beim Kauf beachten sollten
Für Mannschaften und Vereine gelten andere Prioritäten als für Einzelkäufer. Langlebigkeit und einfache Pflege stehen vor maximaler technischer Ausstattung.
Einkaufsstrategie für Teams
Trainer brauchen andere Jacken als Spieler. Trainer stehen oft still an der Seitenlinie und kühlen schneller aus. Für sie ist Wärmeisolierung wichtiger als maximale Atmungsaktivität. Spieler hingegen bewegen sich intensiv und schwitzen. Hier ist ein guter RET-Wert entscheidend. Wer Teamsets bestellt, sollte diese Unterschiede in der Auswahl berücksichtigen.
Für Vereinsbestellungen empfiehlt sich ein Größenpuffer von etwa 10–15 %. Jacken werden gewaschen, manche Spieler wachsen, und Ersatzbedarf entsteht schneller als geplant. Pflegehinweise gehören in die Bestellunterlagen, damit alle Betreuer wissen, wie die Jacken zu behandeln sind.
Für Vereine gilt: Eine Pflege- und Reaktivierungsroutine lohnt sich. Viele Jacken verlieren durch Schmutz und Waschen an DWR-Wirkung. Wer das als feste Vereinsroutine einführt, erhöht die Lebensdauer der Ausrüstung deutlich und spart bei Neuanschaffungen.
Lagerung und Wartung im Vereinskontext
Jacken sollten hängend und trocken gelagert werden. Feucht zusammengefaltete Jacken verlieren schneller an DWR-Wirkung und können Gerüche entwickeln. Ein einfacher Abperltest vor jeder Saison zeigt, welche Jacken eine Reaktivierung oder Nachimprägnierung brauchen.
Sportswear-nord bietet für Vereine und Mannschaften ein breites Sortiment an Sportbekleidung und Teamwear, das auf die Anforderungen des Vereinsbetriebs ausgelegt ist. Wer Teamsport-Ausrüstung für Fußball, Handball oder andere Sportarten sucht, findet dort Produkte, die auf Langlebigkeit und Funktion ausgelegt sind.
Wichtige Erkenntnisse
Die Wassersäule ist ein nützlicher Vergleichswert, aber erst im Zusammenspiel mit Nahtverarbeitung, Lagenaufbau, Atmungsaktivität und gepflegter DWR-Beschichtung entscheidet sie über echten Schutz.
| Thema | Details |
|---|---|
| Schwellenwerte nach Einsatz | Alltag: 5.000–10.000 mm; Wandern: 10.000–20.000 mm; Alpin: 20.000 mm+ |
| Nahtverarbeitung entscheidend | Vollständig getapte Nähte und wasserdichte Reißverschlüsse sind oft wichtiger als die mm-Zahl |
| Atmungsaktivität abwägen | Bei intensivem Sport MVTR (mind. 10.000 g/m²/24h) und RET (unter 13) priorisieren |
| DWR-Pflege regelmäßig | Nach 3–4 Wäschen Reaktivierung per Trockner; Spray-Imprägnierung für porenlose Membranen |
| Sportswear-nord für Teams | Teambestellungen mit Größenpuffer planen und Pflegehinweise in Bestellunterlagen aufnehmen |
Redaktionelle Einschätzung: Was wirklich zählt
Wer eine Regenjacke kauft und nur auf die Wassersäule schaut, macht denselben Fehler wie jemand, der ein Auto nur nach PS beurteilt. Die Zahl ist ein Ausgangspunkt, kein Urteil.
Aus unserer Erfahrung mit Vereins- und Teambestellungen zeigt sich immer wieder dasselbe Muster: Jacken mit mittlerer Wassersäule, aber guter Verarbeitung und regelmäßiger Pflege halten länger und schützen besser als technisch hochwertige Jacken, die nie gepflegt werden. Für die meisten Sportler und Vereine in Deutschland ist eine Wassersäule von 10.000–15.000 mm mit vollständig getapten Nähten der sinnvollste Bereich. Mehr braucht es selten, und wenn doch, dann weiß man in der Regel warum.
Was wir Vereinen konkret empfehlen: Pflegehinweise von Anfang an mitliefern, Reaktivierungsintervalle festlegen und beim Kauf auf Lagenaufbau und Nahtqualität achten, nicht auf die höchste mm-Zahl im Sortiment. Sportswear-nord unterstützt Vereine und Mannschaften bei der Auswahl passender Ausrüstung und steht für Fragen zu Teambestellungen zur Verfügung.
Sportswear-nord: Ausrüstung für Vereine und Mannschaften
Wer für ein Team einkauft, braucht mehr als ein gutes Produkt. Er braucht einen Partner, der Teambestellungen versteht, Größenberatung anbietet und schnell liefert.

Sportswear-nord ist genau das: ein Fachhändler für Sportbekleidung und Teamwear, der Vereine, Trainer und Mannschaften mit zuverlässiger Ausrüstung ausstattet. Ob Regenjacken für den Trainingsbetrieb, Fantrikots mit Vereinsaufdruck oder komplette Teamsets für Fußball und Handball. Das Sortiment deckt ab, was Vereine wirklich brauchen: Funktion, Langlebigkeit und ein sportliches Design zu einem attraktiven Preis.
Für Teambestellungen lohnt sich ein Blick auf die Versand- und Rückgabebedingungen, damit die Logistik reibungslos läuft. Wer Fragen zur Größenauswahl oder Individualisierung hat, findet auf sportswear-nord.de alle Informationen und kann direkt bestellen. Für Vereine, die Bekleidung mit Vereinslogo oder Spielernamen suchen, bietet Sportswear-nord außerdem einen Individualisierungsservice für Textilien.
Weiterführende Quellen und Normen
Wer tiefer einsteigen will, findet hier verlässliche Anlaufstellen:
- EN ISO 811 ist der europäische Prüfstandard für den hydrostatischen Drucktest. Wer verstehen will, wie Herstellerangaben entstehen und was sie bedeuten, sollte diese Norm als Referenz kennen. Sie definiert, ab welchem Wert ein Material als wasserdicht gilt, und legt das Testverfahren fest.
- BR.de / Bayern 1 hat einen praxisnahen Artikel veröffentlicht, der erklärt, warum die Wassersäule oft überschätzt wird und welche Faktoren in der Praxis wichtiger sind. Gut geeignet als Einstieg für alle, die das Thema ohne technischen Hintergrund verstehen wollen.
- Bergwelten liefert konkrete Orientierungswerte nach Einsatzzweck und erklärt den Suter-Test verständlich. Nützlich für die Kaufentscheidung und als Nachschlagewerk für Schwellenwerte.
- Bergzeit Magazin bietet eine detaillierte Pflegeanleitung für Regenjacken, inklusive Hinweisen zu Spray- vs. Einwasch-Imprägnierung und membranspezifischen Empfehlungen. Pflichtlektüre vor dem ersten Waschen einer neuen Jacke.
- Vaude stellt auf seiner Website konkrete Pflegeanleitungen für eigene Produkte bereit, inklusive Temperaturempfehlungen und Hinweisen zu geeigneten Imprägniermitteln. Relevant für alle, die Vaude-Jacken mit Ceplex-Membran besitzen.
- Bergfreunde erklärt den Unterschied zwischen Spray- und Einwasch-Imprägnierung und warum die Sprühvariante für die meisten Jacken die sicherere Wahl ist. Praktisch für alle, die Alltagsausrüstung pflegen und langlebig halten wollen.
